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Eric Wenzel erhält den Jürgen-Bierich-Forschungspreis 2025

Awards & Grants Diabetes HI-MAG

Dr. Eric Wenzel, Clinician Scientist an der Universität Leipzig, dem Universitätsklinikum Leipzig sowie dem Helmholtz-Institut für Stoffwechsel-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) von Helmholtz München und der Universität Leipzig, wurde von der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (DGPAED) mit dem Jürgen-Bierich-Preis 2025 ausgezeichnet.

Anerkennung für herausragende Forschung in der pädiatrischen Endokrinologie

Die Auszeichnung würdigt eine außergewöhnliche wissenschaftliche Laufbahn und das beste eingereichte klinische Forschungsmanuskipt im Bereich der klinischen bzw. experimentellen pädiatrischen Endokrinologie und Diabetologie. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis, gestiftet von der Pfizer Pharma GmhH, wurde am 14. November im Rahmen der Jahrestagung der DGPAED in Leipzig verliehen.

Translationale Forschung zu monogener Adipositas

Eric Wenzel wurde mit diesem Preis für seine translationale Forschung zu monogenen Erkrankungen, pädiatrischer Endokrinologie, Stoffwechsel und Adipositas ausgezeichnet. Kürzlich identifizierte die Arbeitsgruppe „Kindliche Adipositas und Stoffwechselforschung“ unter der Leitung von Prof. Antje Körner eine völlig neue genetische Ursache, die zu schwerer früh beginnender Adipositas bei Kindern veranlasst. Ausgelöst wird sie durch eine chromosomale Umlagerung, die zu einer ubiquitären Überexpression des Gens Agouti Signaling Protein (ASIP) führt. Diese Fehlregulation beeinträchtigt zentrale Steuerungsmechanismen der Nahrungsaufnahme und des Energieverbrauchs im Gehirn und bewirkt so eine massive Gewichtszunahme bereits im frühen Kindesalter.

Forschungserfolge durch integrierte klinische Ansätze

„Während die experimentellen Arbeiten die funktionellen Grundlagen dieses Zusammenhangs aufzeigen, sind die klinischen Auswirkungen mindestens ebenso bedeutend“, erklärt Antje Körner. „Eric Wenzel ist ein absolut engagierter klinischer Wissenschaftler, der die Charakterisierung schwerer Adipositasformen entscheidend vorangetrieben hat. Durch seine enge Patientenbetreuung, nationale und internationale Kooperationen und seinen tiefgreifenden Forschungsansatz trägt er maßgeblich dazu bei, die Pathophysiologie der Adipositas besser zu verstehen und neue Behandlungsstrategien zu entwickeln. Ich freue mich sehr über diese Anerkennung seiner Arbeit und unserer langjährigen Forschungsaktivitäten im Team.“

Mit einem integrierten, multidisziplinären Forschungsansatz, der klinische Studien, metabolische Beobachtungen und experimentelle Arbeiten umfasst, untersuchen Dr. Wenzel und das Team dieses neue Adipositas-Syndrom umfassend. In groß angelegten Kohorten-Screenings zeigten sie, dass ASIP-Mutationen häufiger als bisher vermutet schwere frühkindliche Adipositas verursachen können.

Neue Erkenntnisse und klinische Bedeutung

„Da diese chromosomale Umlagerung durch gängige genetische Screening-Panels nicht erfasst wird, unterstreichen unsere Ergebnisse die Notwendigkeit spezialisierter diagnostischer Verfahren“, so Wenzel. „Auf Basis unserer Erkenntnisse haben wir bereits erste gezielte therapeutische Interventionen initiiert, die nun im Exzellenzcluster LeiCeM weitergeführt werden.“

Diese Arbeiten etablieren nicht nur die ektope ASIP-Überexpression als neue Ursache monogener Adipositas sondern liefern vor allem wichtige Einblicke in die Mechanismen einer gestörten Energiebilanz, die zu kindlicher Adipositas führen.

Förderinformationen

Eric Wenzel ist Teil des MD-LEICS-Wissenschaftsprogramms, das Nachwuchsforschenden ermöglicht, eigene Forschungsprojekte parallel zur klinischen Ausbildung zu entwickeln. Seine Arbeit ist in die Forschungsumgebung der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Leipzig eingebettet und konzentriert sich auf Stoffwechsel- und Adipositasforschung.

Seine Forschung ist eingebettet in das Leipziger Forschungsnetzwerk mit der Leipzig Childhood Obesity Cohort, die LIFE Child Kohorte sowie die klinische Studieninfrastruktur des HI-MAG. Die Arbeiten sind außerdem ein integraler Bestandteil des Forschungsbereichs Adipositas im Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheits-forschung (DZKJ). Das Projekt wurde unter anderem gefördert durch: DFG (CRC1052, MD-LEICS), BMFTR (DZKJ), HI-MAG und die EASO Novo Nordisk Foundation.

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