Die bariatrische Chirurgie ist die wirksamste Behandlung für schwere Adipositas. Sie verbessert die Insulinsensitivität erheblich und führt bei bis zu 77 % der Patienten innerhalb von zwei Jahren zu einer Umkehrung des Typ-2-Diabetes (T2DM). Darüber hinaus senkt sie chronische Entzündungen, verringert das Krebsrisiko und verbessert die kardiovaskuläre Gesundheit, obwohl die molekularen Mechanismen hinter diesen Vorteilen noch unklar sind. Adipositas führt in der Regel zu schädlichen Veränderungen im weißen Fettgewebe (WAT), darunter Hypertrophie, ektopische Fettablagerungen und chronische Entzündungen, die alle das T2DM-Risiko erhöhen. Es hat sich gezeigt, dass bariatrische Chirurgie die WAT-Funktion bis zu fünf Jahre lang verbessert, selbst bei einer gewissen Gewichtszunahme, möglicherweise durch die Herunterregulierung der entzündungsbezogenen Genexpression im WAT – ein wichtiger Weg für metabolische Verbesserungen nach der Operation.
Interventionsstudien haben gezeigt, dass DNA-Methylierungsmuster auf Umweltveränderungen reagieren können, wobei einige Markierungen nach Gewichtsverlust reversibel sind. Studien zur bariatrischen Chirurgie legen nahe, dass epigenetische Veränderungen zu den positiven Effekten der Operation beitragen können, aber diese Veränderungen wurden bisher hauptsächlich im Blut analysiert, was die Erkenntnisse über gewebespezifische Reaktionen einschränkt. Einige wenige Studien deuten darauf hin, dass die mit Adipositas verbundenen Methylierungsmarkierungen im Blut mit denen im Fettgewebe (AT) vergleichbar sein könnten, was darauf hindeutet, dass eine auf AT fokussierte Analyse weitere Einblicke in die epigenetischen Folgen einer Gewichtsabnahme liefern könnte.
Durch die Untersuchung, wie DNA-Methylierungsmuster im Blut, im subkutanen und viszeralen WAT parallel auf bariatrische Operationen und Gewichtsabnahme reagieren, könnte diese Forschung Mechanismen aufdecken, die zu Verbesserungen der Stoffwechselgesundheit führen, und sowohl blut- als auch gewebespezifische epigenetische Marker identifizieren.