Proteolytische Enzyme und ihre Regulatoren im Fettgewebe, bei Adipositas und Entzündungen
Ein Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf Serinprotease-Inhibitoren (Serpinen), ihren Protease-Zielmolekülen und deren Wechselwirkungen bei der Funktion oder Dysfunktion des Fettgewebes bei Adipositas. Proteasen spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Lokalisierung, Aktivität und Interaktion ihrer Zielproteine. Aufgrund dieses breiten Funktionsspektrums sind sie an vielen wichtigen zellulären Prozessen wie Zellproliferation und -differenzierung, Angiogenese und Entzündungen beteiligt. Eine ordnungsgemäße Kontrolle der proteolytischen Aktivität ist für eine gesunde Zell- und Gewebefunktion unerlässlich, während eine Dysregulation zu vielen pathologischen Zuständen beiträgt. Bei Adipositas wird ein Ungleichgewicht zwischen proteolytischer Aktivität und Proteasehemmung beobachtet, das mit erhöhter Entzündung, Insulinresistenz und reduziertem Energieverbrauch in Verbindung steht. Adipozytenhypertrophie trägt zusammen mit erhöhtem Stress im Fettgewebe, wie Hypoxie und Fibrose, zu lokalen Entzündungen und der Entwicklung von Insulinresistenz bei. Es wurde festgestellt, dass sowohl extrazelluläre als auch intrazelluläre Proteasen im adipösen Fettgewebe dysreguliert sind. Eine pharmakologische gezielte Beeinflussung wichtiger proteolytischer Enzyme könnte der Dysfunktion des Fettgewebes entgegenwirken und das Fortschreiten von Stoffwechselerkrankungen verhindern.