Medizinische Dosimetrie

Projekttitel: Medizinische Dosimetrie
Kontaktperson: Albrecht Wieser, Dr. Clemens Woda

Die moderne Strahlentherapie mit modulierter Dosisverteilung durch hochenergetische Photonen, Elektronen und Ionen aus Beschleunigern erfordert eine präzise Dosimetrie zur Validierung der Therapieplanung. Für die Validierung der Strahlendosis im Gewebe müssen die verwendeten Strahlendetektoren möglichst gewebeäquivalent sein und einen großen Dosisbereich umfassen zur Ermittlung der Dosisgradienten. Untersuchungen haben gezeigt dass die paramagnetische Elektronresonanz (EPR) Dosimetrie mit gewebeäquivalenten Detektoren aus der Aminosäure Alanin zur Dosimetrie bei Photonen-, Elektronen-, Protonen- und Ionen-Therapie geeignet ist und zum Audit von Bestrahlungsanlagen und Therapieplanung verwendet werden kann. Ein neuer Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Erweiterung des Anwendungsbereichs der EPR Dosimetrie zu niedrigen Dosen bis ca. 50 mGy. Mit dieser Empfindlichkeit und der Gewebeäquivalenz der Detektoren eröffnet sich die Möglichkeit, EPR mit Alanin zur Out-of-Field Dosimetrie bei Therapiebestrahlungen, bei kleinen Strahlenfeldern und zur präzisen Bestimmung von Strahlenfeldgradienten einzusetzen.

In der Lumineszenzdosimetrie wird das Potenzial von Berylliumoxid (BeO) als ebenfalls gewebeäquivalentem OSL-Detektor in der Röntgen- und Teilchentherapie erforscht.

Für diese Aktivitäten ist eine Zusammenarbeit mit dem Klinikum rechts der Isar der TU München (Prof. Jan Wilkins) geplant.