OPERRA - HARMONE

Projekttitel: HARMONE (Harmonising Modelling Strategies of European Decision Support Systems for Nuclear Emergencies)
Laufzeit: 1 Dezember 2015 – 31 Mai 2017
Fördernde Institution: Euratom 7th framework programme for research and training
Ansprechpartner: Dr. Christian Kaiser, Dr. Christian Staudt

Das Ziel des HARMONE (Harmonising Modelling Strategies of European Decision Support Systems for Nuclear Emergencies) Projekts ist die Verminderung von wissenschaftlichen, methodischen und operationellen Fragen auf dem Gebiet des Strahlenschutzes. Die entsprechenden Fragestellungen wurden in der strategischen Forschungsagende der vier europäischen Platformen MELODI, ALLIANCE, NERIS und EURADOS definiert und im zweiten Topic „Spatial and temporal environmental modelling and human dose assessment after a nuclear accident“ des OPERRA-2014 Calls ausgeschrieben. Die Projektpartner wollen die Abschätzung der Dosis-Exposition der Bevölkerung im ersten Jahr nach potentiellen nuklearen Zwischenfällen verbessern. Dabei sollen sowohl lokale, nationale und supranationale Zusammenhänge, als auch alle relevanten Expositionspfade für die Dosisabschätzung berücksichtigt werden.

Um diese Projektziele zu erreichen, arbeiten führende Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Strahlenforschung an einer Harmonisierung und Erweiterung von Modellen, die in den europäischen Entscheidungshilfesysteme RODOS und C3X/SYMBIOSE verwendet werden. In dem ersten Arbeitspacket des Projekts sollen eine Reihe von Unfall- und Freisetzungsszenarien definiert werden. Diese Szenarien sollen sowohl Freisetzungen in aquatische System, als auch atmosphärische Freisetzungen über kurze und längere Zeiträume und verschiedene räumliche Gebiete beinhalten. In dem zweiten Arbeitspaket, geleitet vom Helmholtz Zentrum München, sollen orts- und klimaabhängige Expositionspfade und Modellparameter identifiziert und parametrisiert werden, um die Anwendbarkeit der verwendeten Modelle auf unterschiedliche europäische Regionen zu verbessern.

Im dritten Arbeitspacket sollen die Szenarien und regionalisierten Parameterdatensätze in RODOS und SYMBIOSE integriert werden. Aquatische, Grundwasser, Schneeschmelze, Wald und terrestrische Teilmodelle dieser Entscheidungshilfesysteme sollen mit neuen Datensätzen aktualisiert und deren Implementation verbessert werden. Durch den anschließenden Vergleich von Modellergebnissen von RODOS und SYMBIOSE für verschiedene Unfalls- und Freisetzungsszenarien sollen Unterschiede in den Dosisabschätzungen identifiziert werden. Die Resultate dieses Prozesses können mögliche Verbesserungen der Überwachungsstrategien aufzeigen, die in Arbeitspaket 4 diskutiert werden. Mit diesen Informationen können dann Empfehlungen für die Überwachung von, für die Entscheidungshilfesysteme nach Zwischenfallen relevanten, radiologischen Parametern und Messwerten entwickelt werden. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen dann im Rahmen von Arbeitspaket 5 in einer Informationsdatenbank und einem Handbuch zusammengefasst werden.