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Wildflu ISIDORe Project_KI generated image
Helmholtz Munich | ©Dr. Jean-Luc Guerin

EU finanziert ISIDORe-Projekt zur Bekämpfung der Geflügelpest

Awards & Grants, Health AI, Pioneer Campus,

Das ISIDORe-Projekt ist das größte und vielfältigste Forschungs- und Dienstleistungskonsortium in Europa, das sich der Erforschung von Infektionskrankheiten widmet. Im Rahmen dieses Projekts erhielt ein Team um Dr. Lara Urban, Principal Investigator bei Helmholtz AI und dem Helmholtz Pionier Campus (HPC) bei Helmholtz Munich und Fakultätsmitglied an der Technischen Universität München (TUM), eine erhebliche Förderung von der Europäischen Union. In ihrem Projekt "Wildflu" werden die Forschenden die Anpassungs- und Übertragungsdynamik hochpathogener aviärer Influenzaviren untersuchen.

Hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) ist eine schwere Form der aviären Influenza (Geflügelpest), die durch bestimmte Stämme des Influenza-A-Virus verursacht wird. Das Projekt „Wildflu“, das Teil des ISIDORe-EU-Projekts ist, erhielt erhebliche Mittel aus dem Foschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union, um die schwerwiegende Panzootie durch HPAI-Viren anzugehen. Unter der Leitung des Postdoktoranden Dr. Albert Perlas wird sich das Projekt darauf konzentrieren, das aviäre Influenzavirus zu überwachen, insbesondere den hochpathogenen H5-Stamm (HPAIV), der eine erhebliche Bedrohung für wilde und domestizierte Vogelpopulationen sowie Säugetiere darstellt. Diese Initiative adressiert das dringende Bedürfnis, die Anpassungs- und Übertragungsdynamik von HPAIVs auf verschiedene Arten, einschließlich wild lebender Vögel und Säugetiere, zu verstehen.

Verhinderung zukünftiger Pandemien

In Zusammenarbeit mit der Avian Virus-Gruppe des IRTA-CReSA in Barcelona unter der Leitung von Dr. Natàlia Majó und der Forschungseinheit Host-Pathogen Interaction der Nationalen Veterinärschule in Toulouse unter der Leitung von Dr. Jean-Luc Guerin zielt das Projekt darauf ab, experimentelle Inokulationsstudien mit Gelbfüßmöven (Larus michahellis) und Amerikanischen Nerzen (Neogale vison) durchzuführen. Diese Studien werden wichtige Einblicke in die Infektiosität, Übertragung und Pathogenität von HPAIV-Stämmen liefern und Strategien zur Verhinderung zukünftiger Ausbrüche und potenzieller Pandemien informieren.

Angesichts des gesteigerten gesellschaftlichen Bewusstseins für Zoonosen, das durch die COVID-19-Pandemie verschärft wurde, ist die rechtzeitige Forschung von Wildflu von entscheidender Bedeutung. Aviäre Influenzaviren mit ihrer Fähigkeit, eine Vielzahl von Arten zu infizieren, einschließlich des Menschen, unterstreichen die Dringlichkeit umfassender Studien in diesem Bereich. Angesichts der aktuellen Situation in Europa in Bezug auf HPAIV, die als die schwerwiegendste aller Zeiten gilt, werden die Ergebnisse des Projekts voraussichtlich erheblich zur Überwachung der aviären Influenza und zur Erforschung von Krankheiten bei Wildtieren beitragen.

Förderung des One Health-Ansatzes

„Wildflu zielt darauf ab, unser Verständnis der Wirt-Pathogen-Interaktionen bei HPAIV-Infektionen zu verbessern und die Verbundenheit von menschlicher, tierischer und Umweltgesundheit zu unterstreichen.“, erklärt Dr. Lara Urban, Helmholtz-Forschungsgruppenleiterin "Genomik und AI for One Health".

Das Projekt zielt nicht nur darauf ab, das Verständnis für die Risiken von Zoonosen zu verbessern, sondern auch effektivere Nachweisinstrumente für HPAIV zu entwickeln und den One Health-Ansatz zu fördern. Die Ergebnisse des Projekts sollen den Weg für koordiniertes internationales Handeln bei der Bekämpfung der aviären Influenza und zur Sicherung der globalen Gesundheit ebnen.

 

Über die Wissenschaftler:innen

Dr. Lara Urban, Principal Investigator bei Helmholtz AI und dem Helmholtz Pionier Campus (HPC) bei Helmholtz Munich und Fakultätsmitglied an der Technischen Universität München (TUM)

Dr. Albert Perlas, Postdoctoral Wissenschaftler in der Forschungsgruppe “Genomics and AI for One Health” bei Helmholtz AI und dem Helmholtz Pioneer Campus (HPC) bei Helmholtz Munich

Über die Förderung

ISIDORe wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101046133 gefördert.