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DigiMed Bayern

Leuchtturmprojekt DigiMed Bayern für die Medizin der Zukunft wird verlängert

Awards & Grants, EPI,

Bereits seit Ende des Jahres 2018 beteiligt sich Helmholtz Munich am Projekt DigiMed Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Ziel des Vorhabens ist es, die digitalisierte Medizin im Freistaat voranzutreiben. Das Projekt wurde nun bis November 2024 verlängert und ausgebaut.

DigiMed Logo
Logo vom DigiMed Projekt

„DigiMed Bayern verbessert die datenbasierte und personalisierte Medizin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch die sogenannte P4-Medizin - prädiktiv, präventiv, personalisiert, partizipatorisch“, erläutert Dr. Christian Gieger, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie. Prof. Annette Peters, Direktorin des Instituts für Epidemiologie ergänzt: „Unser Schwerpunkt in DigiMed Bayern liegt dabei auf der Verbesserung der Risikovorhersage und dazu nutzen wir Langzeitdaten und Proben aus der bayerischen Allgemeinbevölkerung“. Die Ergebnisse des Projekts wirken sich positiv für die Menschen aus, denn, so erläutert Dr. Holger Prokisch vom Institut für Neurogenomik: „Die Digitalisierung in der Medizin ermöglicht eine umfassende sowie effiziente Diagnosefindung und trägt somit dazu bei, Betroffene und deren Familien besser zu versorgen.“  

Insgesamt befasst sich das Projekt unter Federführung des Deutschen Herzzentrums München mit folgenden Teilaspekten:

  • Am Beispiel der koronaren Herzerkrankung und des Schlaganfalls erfolgen Analysen von umfassenden Datensätzen – hier bringen die Helmholtz-Forscher Expertise und Ergebnisse aus der Bevölkerungsstudie KORA Studie, der Genetik und der Transkriptomik ein. Alle Beteiligten am Gesundheitssystem in Bayern profitieren direkt davon: Die Risikovorhersage für koronare Herzerkrankungen und Schlaganfall wird genauer und eine präventive Behandlung wird erleichtert. Dazu konnten schon erste Ergebnisse mit der KORA Studie gewonnen und publiziert werden. Mittel- bis langfristig werden Verbesserungen bei Diagnose und Therapie angestrebt. Die bevölkerungsweite Identifikation der familiären Hypercholesterinämie als gravierender exemplarischer Risikofaktor für die Atherosklerose soll zudem nachhaltig verbessert werden.
  • Um ein möglichst umfassendes Bild von Gesundheit und Krankheit zu erlangen, wird in DigiMed Bayern angestrebt die verschiedenen genetischen und molekularen Ebenen abzudecken und zu analysieren. Um dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen, werden auch modernste Verfahren aus der Genomanalyse, Proteomics und Metabolomics angewendet.
  • Die technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen der P4-Medizin werden erfasst, vorangetrieben und dokumentiert. Dies umfasst einen proaktiven Informationsaustausch aller an Gesundheit Beteiligten.
  • Die gewonnenen Erkenntnisse und Strukturen sind im Gesundheitssystem, in Forschung und Wirtschaft ausbaufähig und auf andere Krankheiten übertragbar. Insbesondere wird daran gearbeitet eine beispielhafte und übertragbare integrierte digitale Infrastruktur für medizinische Daten zu schaffen.
  • Bayern wird als Standort für P4-Medizin auch in der internationalen Wahrnehmung weiterentwickelt und vernetzt.

Weitere Informationen

Hintergrund:
Das Leuchtturmprojekt DigiMed Bayern startete Ende 2018 mit ca. 22 Millionen Euro Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) im Rahmen des Masterplans BAYERN DIGITAL II. Projektziel ist, die P4-Medizin (prädiktiv, präventiv, personalisiert, partizipatorisch) in der konkreten Indikation Atherosklerose in den klinischen Alltag zu integrieren. Letztendlich sollen die Vorhersage von Krankheitsrisiken, die gezielte Prävention sowie Diagnose und Therapie verbessert werden. Dazu werden umfangreiche Gesundheitsdaten von Patienten mit Atherosklerose gesammelt und analysiert. Mehr Informationen unter: www.digimed-bayern.de.

Das Projekt wurde bis November 2024 verlängert und ausgebaut: Zur Pressemitteilung des STMGP

Hier geht es zur Webseite der Kooperativen Gesundheitsforschung in der Region Augsburg, kurz KORA.

Arbeitspakete unter Beteiligung von Helmholtz Munich:

https://www.digimed-bayern.de/arbeitspakete/ap-4bayerischeallgemein-bevoelkerung.html 

https://www.digimed-bayern.de/arbeitspakete/ap-5multi-omics-plattformen.html

Fachliche Ansprechpartner:

Dr. Christian Gieger, Helmholtz Munich, Abteilung für Molekulare Epidemiologie, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 4106 - E-Mail

Dr. Holger Prokisch, Helmholtz Munich, Institut für Neurogenomik, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 2890 - E-Mail