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https://www.fr1da.de/
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Typ-1-Diabetes Früherkennung und Phänotypisierung

Durch den Nachweis bestimmter Biomarker soll Typ-1-Diabetes in einem frühen Stadium diagnostiziert und die Entstehung und Progression des Autoimmunprozess beim Typ-1-Diabetes individuell charakterisiert werden.

Durch den Nachweis bestimmter Biomarker soll Typ-1-Diabetes in einem frühen Stadium diagnostiziert und die Entstehung und Progression des Autoimmunprozess beim Typ-1-Diabetes individuell charakterisiert werden.

Typ-1-Diabetes kann mittels Immundiagnostik bereits in einem frühen asymptomatischen Krankheitsstadium diagnostiziert werden kann.

Die weltweit erste bevölkerungsweite Früherkennungsuntersuchung für Typ-1-Diabetes bei Kindern wird seit 2015 unter dem Namen „Fr1da – Typ-1-Diabetes: Früh erkennen – Früh gut behandeln“ in Bayern in Bayern durchgeführt. Ziel dieser Studie ist es, Typ-1-Diabetes bereits in einem präklinischen Frühstadium zu diagnostizieren und betroffene Kinder und Familien in einem Schulungs- und Vorsorgeprogramm zu betreuen, damit frühzeitig eine optimale Behandlung erfolgt und schwerwiegende Stoffwechselentgleisungen verhindert werden. Bereits über 165 000 Kinder zwischen 2 und 10 Jahren wurden auf das Vorliegen eines Typ-1-Diabetes Frühstadium getestet (Fr1da-Studie)

Darüber hinaus wird anhand von großen Geburts-Kohorten Studien, die ca. 4000 Kinder mit erhöhtem Typ-1-Diabetes Risiko (familiäre Belastung oder genetisches Risiko) prospektiv von Geburt an in einem intensiven Follow-up Programm nachuntersuchen (BabyDiab-, BabyDiät- und Teddy-Studie) und mittels einer großen Typ-1-Diabetes Frühstadiums Kohorte mit über 400 Kinder (Fr1da-Kohorte) die Entstehung und Progression der Inselautoimmunität genauer charakterisiert. Für die verschiedenen Stadien der Typ-1-Diabetes Pathogenese werden die spezifischen Autoantikörperprofile/  Autoantikörpercharakteristika definiert und untersucht.

Dadurch können pathogenetisch-relevante Immunisierungs- und Progressionsmuster erkannt und mit genetischen, demographischen, exogenen und metabolischen Faktoren assoziiert werden. Die daraus gewonnen Erkenntnisse könnten wesentlich zum besseren Verständnis von relevanten Zielen, ätiologischen Faktoren sowie Mechanismen im Autoimmunprozess des Typ-1-Diabetes beitragen und dadurch die Entwicklung von effektiven Immuntherapien zur Diabetesprävention unterstützen.

Weiterhin könnten neue prädiktive Marker/Profile zur Einschätzung der Progression vom Frühstadium zum klinisch manifesten Typ-1-Diabetess eine gezielte Auswahl geeigneter Teilnehmer für klinische Studien ermöglichen und in der Entwicklung neuer diagnostischer Testmethoden resultieren.