Für Menschen mit einer Lungenerkrankung und ihre Angehörigen stellen sich viele Fragen – zu Behandlungsmöglichkeiten ebenso wie zum Umgang mit Beschwerden im Alltag. Deshalb stellt der Lungeninformationsdienst seit 2011 wissenschaftlich fundiertes Wissen zu solchen Erkrankungen verständlich und alltagsnah dar. Das Angebot von Helmholtz Munich in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) erklärt aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung und bietet Orientierung zu Erkrankungen wie Asthma, COPD oder Lungenfibrose. In Patientenforen können Betroffene zudem direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen und ihre Fragen stellen.
Der Lungeninformationsdienst begleitet das DZL seit dessen Gründung dabei, Erkenntnisse aus der Lungenforschung in die Gesellschaft zu tragen. Für Prof. Dr. Werner Seeger, den Vorstandsvorsitzenden und Sprecher des DZL, reicht der Wissenstransfer vom Labor in die klinische Anwendung allein nicht aus:
„Wichtig ist es, dieses Wissen verständlich und verlässlich gerade an die Menschen weiterzugeben, die davon profitieren können. Dazu leistet der Lungeninformationsdienst einen wichtigen Beitrag.“
Online-Veranstaltungen im Oktober und November 2026
Zum 15-jährigen Bestehen lädt der Lungeninformationsdienst Betroffene und Angehörige zu einer Online-Veranstaltungsreihe ein. Den Auftakt bildet am 14. Oktober 2026 das Patientenforum Lunge „Aktuelles aus der Lungenforschung“: Fachleute stellen neue Erkenntnisse zu Lungenerkrankungen und ihrer Behandlung vor. Anschließend können die Teilnehmenden ihre Fragen stellen. Für den 24. November ist das zweite Forum „Die Zukunft der Lungenmedizin“ geplant. Vorgesehen sind Themen wie Gen- und Zelltherapien, Umwelteinflüsse auf die Lunge oder künstliche Intelligenz in der Lungenmedizin.
Die Website des Lungeninformationsdienstes erreicht jährlich mehr als zwei Millionen Besucher. Videos auf YouTube ergänzen das Informationsangebot. Wie groß der Bedarf an verständlichen Erklärungen ist, zeigt auch das jährliche Online-Format „Patienten fragen – Experten antworten“: Regelmäßig reichen Betroffene hier mehr als 150 Fragen vorab ein, die Fachleute dann beantworten.
„Der direkte Austausch mit Betroffenen ist auch für uns als Forschungszentrum wertvoll“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Hrabě de Angelis, wissenschaftlicher Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung (komm.) bei Helmholtz Munich: „Wir müssen zuhören, welche Erwartungen Menschen mit Lungenerkrankungen an die Forschung haben und welche Probleme sie im Alltag besonders beschäftigen. Die Arbeit des Lungeninformationsdienstes hilft uns, Forschung stärker an den Bedürfnissen der Betroffenen auszurichten.“
Die Teilnahme am Online-Patientenforum „Aktuelles aus der Lungenforschung“ ist kostenlos. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Interessierte auf der Website des Lungeninformationsdienstes.