Prof. Maria-Elena Torres-Padilla ist Direktorin des Stem Cell Center (rotierend) sowie Direktorin des Instituts für Epigenetik und Stammzellen bei Helmholtz Munich. Darüber hinaus ist sie Direktorin für Biomedizin am Helmholtz Pioneer Campus und Professorin an der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Forschung befasst sich mit der Frage, wie Stammzellen gezielt erzeugt werden können, indem ihre grundlegenden Eigenschaften und charakteristischen Merkmale untersucht werden. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Reprogrammierung von Zellen in einen totipotenten Zustand, aus dem sich alle Zelltypen des Körpers entwickeln können. Dieses Konzept beschreibt sie als „Zellen à la carte“. Es eröffnet neue Perspektiven für die regenerative Medizin, insbesondere im Hinblick auf die Behandlung degenerativer Erkrankungen und von Hirnverletzungen. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde sie mit mehreren renommierten Auszeichnungen geehrt, darunter der Leibniz-Preis (2025) und der Bayerische Maximilians Orden für Wissenschaft und Kunst (2025).
Prof. Fabian Theis ist ein international anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet des maschinellen Lernens in der Biomedizin und der computergestützten Gesundheitsforschung. Er leitet das Computational Health Center bei Helmholtz Munich, koordiniert Helmholtz AI und ist Direktor für Biomedical AI am Helmholtz Pioneer Campus. Darüber hinaus hat er den Lehrstuhl für Mathematische Modellierung biologischer Systeme an der Technischen Universität München (TUM) inne und ist mit dem Wellcome Sanger Institute in Großbritannien assoziiert. Theis trägt maßgeblich zum Human Cell Atlas bei, einer internationalen Initiative zur systematischen Kartierung aller menschlichen Zelltypen als Grundlage für verbesserte Diagnose-, Monitoring- und Therapieansätze. Seine Forschung umfasst unter anderem die Risikobewertung bei Typ-1-Diabetes, die Modellierung von Wirkstoffkombinationen sowie die Vorhersage diabetischer Retinopathie. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Leibniz-Preis (2023), einem ERC Advanced Grant (2022), dem Erwin-Schrödinger-Preis (2017) sowie dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preis (2006).
Prof. Vasilis Ntziachristos gehört zu den weltweit führenden Experten für Biomedizintechnik und molekulare Bildgebung. Er leitet das Bioengineering Center und das Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung bei Helmholtz Munich, ist Direktor für Bioengineering am Helmholtz Pioneer Campus und Professor an der Technischen Universität München (TUM). Nztiachristos hat Pionierarbeit im Bereich der optoakustischen Bildgebung geleistet und diese von der Grundlagenforschung zu einer weltweit angewandten Technologie weiterentwickelt. Die Methode kombiniert Licht und Ultraschall, um Gewebe hochauflösend sichtbar zu machen und dabei die Grenzen traditioneller optischer Bildgebung zu überwinden. Darüber hinaus hat er die Fluoreszenzbildgebung und Standardisierungsmethoden für den präzisen In-vivo-Nachweis molekularer Biomarker entscheidend vorangetrieben. Ziel seiner Forschung ist es, die Früherkennung von Krankheiten zu verbessern, den Krankheitsverlauf zu überwachen und präzise Interventionen in Bereichen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu ermöglichen. Für seine wissenschatlichen Leistungen wurde er unter anderem mit dem Leibniz-Preis (2012) und dem Karl-Heinz-Beckurts-Preis ausgezeichnet.
Die Aufnahme in die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Bayern. Als Mitglieder werden nur Forschende aufgenommen, die mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Fortschritt ihres Fachs beigetragen haben – sei es durch bahnbrechende Erkenntnisse, innovative Methoden oder prägende Impulse für die Forschung. Über die Zuwahl entscheidet das Plenum der Akademie.
Die Akademie umfasst derzeit 217 ordentliche Mitglieder, 102 korrespondierende Mitglieder, 21 assoziierte Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder.