Strukturbiologische Techniken wie die Röntgenkristallographie, die Kernspinresonanzspektroskopie (NMR)-Spektroskopie und die Cryo-Elektronenmikroskopie Einzelpartikelanalyse (Cryo-EM SPA) bieten einzigartige Einblicke in die molekularen Mechanismen von biologischen Prozessen und ermöglichen strukturbasierte Medikamentenentwicklung zur Behandlung von menschlichen Krankheiten. Hochauflösende Strukturen biologischer Moleküle werden an isolierten in vitro aufgereinigten Biomoleküle durchgeführt. Bis vor Kurzem war es schwierig, subzelluläre Kompartimente in ihrer natürlichen zellulären Umgebung zu untersuchen.
Ein weiterer Schritt, gestützt durch die fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Helmholtz Pioneer Campus und dem Molecular Targets and Therapeutics Center (MTTC) ist die Implementierung einer weltweit aufstrebenden, neuartigen Technologie namens in-situ Cryo-Elektronentomographie (Cryo-ET) bei Helmholtz Munich Cryo-ET ermöglicht die Visualisierung zellulärer Strukturen in ihrer natürlichen und funktionalen Umgebung mit molekularer Auflösung. Diese Technologie bildet das Herzstück der neuen Helmholtz Munich Cryo-EM-Plattform (CEMP), die modernste Cryo-EM-Infrastrukturen für sowohl In-situ Cryo-ET als auch Cryo-EM-SPA bereitstellt. Die neue multimillionenschwere Ausstattung deckt alle Arbeitsabläufe fortgeschrittener Cryo-EM-Anwendungen ab und kann für eine Vielzahl von Forschungsthemen eingesetzt werden - angefangen von der Aufklärung molekularer Mechanismen bis hin zur Beschleunigung neuer therapeutischer Ansätze. Helmholtz Munich ist somit einer der wenigen Standorte weltweit, die das gesamte Spektrum der strukturellen Technologien mit atomarer Auflösung nutzen und anbieten, einschließlich hochmoderner Cryo-EM und 1,2 GHz Ultrahochfeld-NMR-Spektroskopie. (Quelle: https://www.bnmrz.org/)
Prof. Michael Sattler, Leiter des Molecular Targets and Therapeutics Center und Direktor des Instituts für Strukturbiologie bei Helmholtz Munich, kommentiert: " Wir erwarten beispiellose Einblicke in biomolekularen Strukturen in ihrer natürlichen Umgebung in gesunden und krankheitsverknüpften Zuständen und ermöglichen damit die Entwicklung neuartiger therapeutischer Ansätze.“