Gruppenbild im Treppenhaus des Roten Hausesv. l. n. r.:
Michael Stumvoll, Michael Frieser, Cristina Petersen, Bilal Sheikh, Matthias Blüher, Babett Gläser, Antje Körner, Ulrike Poller, Sarah Frenzel, Theda Wessel, Gefion Liebau, Angela Dargel, Konstanze Julich-Gruner

Wie die klinische Forschung am HI-MAG die Zukunft der Adipositasprävention prägt

Diabetes HI-MAG

Wie kann die Forschung dazu beitragen, Adipositas zu verhindern, bevor Krankheiten entstehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs von Vertreter:innen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) beim Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) in Leipzig.

Zur Delegation gehörten Dr. Ulrike Poller, Leiterin der Unterabteilung 32 – Prävention, Krankheitsbekämpfung, Dr. Theda Wessel, Leiterin des Referats 325 (Kinder- und Jugendmedizin) im Bundesgesundheitsministerium, sowie Dr. Babett Gläser, Leiterin des Abteilung 4 (Forschung) beim SMWK. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie innovative Forschung zu Adipositas und Stoffwechselerkrankungen dazu beitragen kann, wirksamere Präventionsstrategien bereits in der frühen Kindheit zu entwickeln.

Der Besuch begann mit einer Einführung zu Helmholtz Munich und dessen wissenschaftlichen Auftrag durch Dr. Michael Frieser, dem Administrativer Geschäftsführer, gefolgt von einem Überblick über die Forschung des HI-MAG, den Institutsdirektor Prof. Matthias Blüher vorstellte.

HI-MAG ist eine gemeinsame Initiative von Helmholtz Munich, der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Frage, wie Funktionsstörungen des Fettgewebes zu Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen führen. Mit seinem translationalen Ansatz „vom Labor zum Patienten“ verbindet HI-MAG Grundlagenforschung mit klinischen Studien über alle Lebensphasen hinweg. Ziel des Instituts ist es, nicht nur neue Therapiekonzepte für Menschen mit Adipositas zu entwickeln, sondern auch Möglichkeiten zur Prävention in jungen Jahren zu identifizieren.

„HI-MAG verdeutlicht den großen Wert starker wissenschaftlicher Partnerschaften. Gemeinsam mit der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig sind wir in der Lage, herausragende Forschung voranzutreiben, die sich mit großen gesundheitlichen Herausforderungen befasst und neue Möglichkeiten für Prävention und Behandlung eröffnet“, sagte Dr. Michael Frieser.

Ein wichtiger Höhepunkt des Programms war ein Vortrag von Prof. Antje Körner, Leiterin des Bereichs „Childhood Obesity and Metabolic Research“ am HI-MAG. Sie stellte aktuelle Erkenntnisse zu Stoffwechselkomplikationen bei Kindern mit Adipositas vor und betonte die Bedeutung einer frühzeitigen Intervention.

„Wir müssen die Ursachen von Krankheiten wie Adipositas bereits im Kindesalter berücksichtigen und angehen. Das Verständnis der Stoffwechselveränderungen im Kindesalter ist unerlässlich, wenn wir die Belastung durch Adipositas-bedingte Erkrankungen im späteren Leben verringern wollen“, sagte Prof. Körner.

In weiteren Vorträgen wurden die Gefäßforschung von HI-MAG sowie laufende klinische Studien vorgestellt, in denen präventive Ansätze untersucht werden, die das Risiko für Stoffwechselerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen senken könnten. In den Vorträgen wurde zudem die Bedeutung von Langzeit-Kohortenstudien hervorgehoben.

„Um komplexe Fragen im Bereich der Adipositas- und Metabolismusforschung zu klären, benötigt man Zugang zu gut charakterisierten Kohorten, die den gesamten Lebensverlauf abdecken, wie beispielsweise LIFE Child“, sagte Dr. Babett Gläser. „Langzeit-Kohortenstudien bieten eine Grundlage von unschätzbarem Wert, um die Entstehung von Krankheiten zu verstehen und Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen.“

Die Delegation besichtigte außerdem die Studienambulanz des Instituts, um mehr über die verschiedenen klinischen Projekte zu erfahren, und besuchte die Metabolischen Kammern am HI-MAG, eine einzigartige Forschungseinrichtung, die es Wissenschaftler:innen ermöglicht, den Energiestoffwechsel sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern genau zu untersuchen.

„Die vom HI-MAG vorgestellte Forschung zeigt, wie wissenschaftliche Exzellenz dazu beitragen kann, eine der größten Herausforderungen unserer Zeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu bewältigen. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die langfristige Perspektive des Instituts: Krankheitsmechanismen frühzeitig zu verstehen, Personen mit erhöhtem Risiko zu identifizieren und Konzepte zu entwickeln, die eine Prävention ermöglichen, bevor die Krankheit ausbricht," so Dr. Ulrike Poller.

Prof. Matthias Blüher betonte: „Unser Ziel sollte es sein, Krankheiten vorzubeugen, anstatt ihre Folgen zu behandeln. Indem wir Risikofaktoren frühzeitig erkennen und zum richtigen Zeitpunkt eingreifen, haben wir die Möglichkeit, die langfristige Gesundheit künftiger Generationen zu verbessern.“

Der Besuch betonte, wie wichtig ein enger Austausch zwischen Wissenschaft und Politik ist, um wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame Präventionsstrategien umzusetzen. Die Forschung am HI-MAG kann dazu beitragen, den Weg in eine Zukunft zu ebnen, in der Prävention früher ansetzt, gezielter ist und letztlich wirksamer ist.

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Prof. Dr. Matthias Blüher

Director of the Helmholtz Institute for Metabolic, Obesity and Vascular Research and Head of Research Group Clinical Obesity Research, HI-MAG

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[Translate to German:]
Dr. Michael Frieser

Administrativer Geschäftsführer

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