Im Juni 2026 hat die Junge Akademie zehn Wissenschaftler:innen als neue Mitglieder aufgenommen. Mit dem Jahrgang 2026 erweitert sie ihre Expertise in Forschungsfeldern, die für die Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung und Reflexion digitaler Technologien, rechtliche, ethische und psychologische Perspektiven auf gesellschaftlichen Wandel sowie Forschung zu nachhaltigen Energie- und Mobilitätssystemen, Klima- und Umweltfragen und menschlichem Verhalten.
Forschung an der Schnittstelle von KI und Neurowissenschaften
Zu den neu gewählten Mitgliedern gehört Steffen Schneider. Der Wissenschaftler leitet bei Helmholtz Munich das Dynamical Inference Lab und entwickelt Methoden der Künstlichen Intelligenz, um komplexe biologische Systeme besser zu verstehen. Seine Forschung verbindet maschinelles Lernen, Neurowissenschaften und statistische Modellierung. Dabei entwickelt sein Team KI-Verfahren, die dynamische Prozesse in biologischen Systemen analysieren und große, multimodale Datensätze nutzbar machen – mit Anwendungen von den Neurowissenschaften bis zur Biologie. Neben seiner Forschung engagiert sich Schneider als Mitgründer von KI macht Schule für die Vermittlung von KI-Kompetenzen an Schulen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit für gesellschaftliche Herausforderungen
Während ihrer fünfjährigen Mitgliedschaft können die neuen Mitglieder eigene interdisziplinäre Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen initiieren oder sich an bestehenden Aktivitäten beteiligen. Themen wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz und Wissenschaftspolitik stehen dabei ebenso im Fokus wie der Austausch zwischen Wissenschaft, Kunst, Gesellschaft und Politik.
Die insgesamt 50 Mitglieder der Jungen Akademie arbeiten fachübergreifend zusammen und entwickeln Impulse für den Austausch zwischen Wissenschaft, Kunst, Gesellschaft und Politik.
Die zehn Mitglieder des Jahrgangs 2026 wurden von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ausgewählt, einer der Trägerakademien der Jungen Akademie. Die Leopoldina und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften führen die Zuwahl in geraden Kalenderjahren alternierend durch. In ungeraden Kalenderjahren wählen die Mitglieder der Jungen Akademie die Neuzugänge selbst aus.
Weitere Informationen zu den Mitgliedern der Jungen Akademie finden sich unter www.diejungeakademie.de/de/mitglieder.